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Naturparks

Parco naturale delle Alpi Marittime
 

Leitung, Verwaltung, wirtschaftliche, soziale und touristische Dienste: Corso D.L. Bianco, 5 - 12010 Valdieri - Tel. +39/0171/97397, Fax +39/0171/97542, E-Mail info@parcoalpimarittime.it, Website www.parcoalpimarittime.it

Technischer, wissenschaftlicher und Überwachungsdienst: Strada Provinciale per San Giacomo, 1 - 12100 Entracque - Tel. +39/0171/978809, Fax +39/0171/978921.

Öffnungszeit: Montag bis Freitag, 9.00 - 12.30 14.00 - 17.00 Uhr

Besucher-Zentrum Vernante - Via Umberto I, 115 - Vernante - tel. +39.0171.920220

WEGE ZUM PARK:

Mit dem Wagen
Von der Poebene: Autobahn Turin - Savona, Ausfahrt Fossano. Mit der SS 231 erreicht man Cuneo, mit der SS 20 erreicht man Borgo San Dalmazzo. Borgo San Dalmazzo liegt am Anfang der drei Täler, wo sich die vier Städte des Parks befinden: Vernante (Vermenagna-Tal), Valdieri und Entracque (Gesso-Tal), Aisone (Stura-Tal).
Mit der SS 20 des Tenda-Passes erreicht man Vernante (17 km). Mit der Sp 20 erreicht man Valdieri (9 km) und Entracque (15 km). Mit der SS 21 des Maddalena-Passes erreicht man Aisone (32 km).
Von der westlichen Ligurischen Riviera erreicht man den Park durch das Roya-Tal und das Tunnel des Tenda-Passes.

Mit dem Zug
Die einzige Stadt des Parks, die mit dem Zug erreichbar ist, ist Vernante (Linie Turin-Cuneo-Ventimiglia).

Mit dem Bus
Von Cuneo in Richtung Valdieri und Entracque mehrere Fahrten pro Tag mit der Busgesellschaft "Società Nuova Benese" (+39/0171/692929).
Von Cuneo in Richtung Aisone mehrere Fahrten pro Tag mit der Busgesellschaft Ati (+39/0171/67400).


Der Park der Seealpen ist das größte Naturschutzgebiet (27.945 ha) der Region Piemont. Er liegt unter dem Gesso-, dem Stura- und dem Vermenagna-Tal und grenzt 35km-lang an den französischen Nationalpark Mercantour, womit er durch eine Partnerschaft verbunden ist.
1857 wurde das ganze Gebiet ein königliches Reservat und ein Beweis dafür sind die Sommerresidenz von Sant'Anna di Valdieri und zahlreiche Jagdhäuser. Um dem König Vittorio Emanuele II und seinen Nachfolgern die Jägerei in den unwegsamen Bergen zu erleichtern, wurde ein ganzes Netz von Pfaden und Saumpfaden gebaut. Vor dem zweiten Weltkrieg erweiterte es sich durch den Bau des "Vallo alpino del Littorio" (alpinen Walls des Littorio), der sich zum Teil über den alten mittelalterlichen religiösen und Handelsverbindungswegen in Richtung des Gebietes von Nizza windet.
Es handelt sich also um ein Wegenetz, das sowohl architektonisch als auch touristisch (vor allem für das Wandern) wichtig ist. Hunderte von Kilometern von Wanderwegen führen zu zahlreichen Berg- und Schutzhütten: Es handelt sich um ein Pfadesnetz, wofür die Parkverwaltung ständig durch die Wartung und die Beschilderung sorgt.
Das Gelände ist holperig und in wenigen Kilometern geht man von der Talsohle (800 m) zum Gipfel des Berges Argentera (3297 m), eines der Bergen, die im Naturschutzgebiet 3000 m übersteigen, und wovon man das Meer und Korsika erblicken kann.
Das Hauptkern des Parks bestehet aus Kristallstein, der tiefer von Sedimentgestein aus Kalk- und Sandstein umgeben ist. Die Zeichen der Anwesenheit von Gletschern, die einmal dieses Gebirge deckten, ist heutzutage leicht zu bemerken: Moränen, besonderes Gestein, Seen. Heute befinden sich hier noch einige dieser Gletscher, besonders im Bergmassiv Argentera und Gelàs. Sie vertrugen den Klimawendel und die Erdeerwärmung und stellen heutzutage das südlichste Bollwerk der Alpengletscher, nur 40 km in Luftlinie von der Côte D'Azur entfernt.
Der echte Reichtum dieses Gebietes und dieser Landschaft sind die 80 Seen, vor allem Gletscherursprungs, die unter den Felsen oder Mitte der Weiden liegen. Und am wichtigsten ist wahrscheinlich das Wasser mit seinen wertvollen Thermalquellen, das am Fuße des Berges Matto in Terme di Valdieri mit einer Temperatur von über 70° sprudelt.
Zweifellos sehr interessant sind die Flora und die Fauna, mit vielen endemischen Tierarten und Varietäten, wie die "sassifraga florulenta" oder die "primula allionii". Die meisten Pflanzen sind im botanischen Garten Valderia von Terme di Valdieri zu bewundern (vom 15. Juni bis zum 15. September geöffnet).
Die Besucher können hier die Fauna beobachten, insbesondere die Gemsen, die hier eine besondere Dichte haben. Im Park befinden sich alle typischen Tierarten der Alpen (Steinböcke, Rehe, Murmeltiere, Adler, Alpendohlen); der Wolf ist vor kurzem hier wild wieder erschienen, der Bartgeier wurde dagegen schon von einigen Jahren wieder eingeführt.

 

 








 


Ökomuseum des Roggens von Sant'Anna di Valdieri

Innerhalb des Parks, in Sant'Anna di Valdieri, der einzigen bevölkerten Ortschaft dieses Naturschutzgebietes, befindet sich das Ökomuseum des Roggens. Die Hauptattraktionen sind das Geschäft-Gästehaus "I Bateur", das vor kurzem wieder geöffnet wurde, und der Pfad "Lou viol di tait", der in Sant'Anna anfängt, und der die alpinen Dörfer Tetti Bariau und Tetti Bertola verbindet, die höher liegen.
Durch den Pfad kann man die Landschaft und die Zeichen der Menschenanwesenheit, die hier Überlebenskampf bedeutet, entdecken: Die Häuser mit Stroh- und Roggendächern, die Terrassierungen, die Trockenmauern, die Kanalisationen für die Bewässerung. Was man zeigen will ist das Bergleben, die Schwierigkeiten bei der Bewegung, den produktiven Tätigkeiten, den täglichen Gewohnheiten.
Das Ökomuseum, das noch nicht fertig ist, wird in der Zukunft auch aus einem Roggen- und Spielzeugmuseum und einer Werkstatt mit lokalen Erzeugnissen bestehen.
Jedes Jahr, am zweiten Sonntag August, findet im Veranstaltungsgelände von Sant'Anna das traditionelle Roggenfest statt. Das Fest zeigt die verschiedenen Verwendungen und Verarbeitungen des Roggens, wie z.B. das spektakuläre Dreschen mit Dübeln.
Es ist außerdem möglich, Führungen ins Ökomuseum zu buchen
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