MONDOVÍ, Wiege des piemontesischen Barocks

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Ph. T. Aimar - Piazza Maggiore
Ph. T. Aimar - Piazza Maggiore
Bressani-Turm
Ballons
Keramiken des Hahnes

Die Stadt Mondovì - Hauptstadt des „monregalese“ Gebietes - wurde 1198 von den Bewohnern von Vicoforte, Vasco und Carassone gegründet, die gegen den Bischof von Asti Hass empfanden. Deshalb fanden Sie auf einem Berg Zuflucht, und dort gründeten sie einen neuen Wohnkern. Deswegen wurde die neue Stadt Monte di Vico und später Mondovì genannt. 1290 erhielt die Stadt gegen Geld Ihre Unabhängigkeit, sie fiel aber früh zum Opfer von gewaltigen Besetzungen von den Anjou, den Savoyern, den Visconti und den Marquis des Monferrato-Gebietes, den Franzosen und den Österreichern. 1880 wurde die Stadt mit der Schlacht von Marengo von den Franzosen erobert und sie fiel unter den Franzosen bis zum Sturz von Napoleon im Jahr 1815, als sie wieder Teil des  Sardinienkönigsreichs wurde.

Das obere Viertel der Stadt (Piazza), das man mit der komfortablen und modernen von Giorgetto Giugiaro entworfene Seilbahn erreichen kann, liegt auf einer Hügel und ist von der Stadtmauer umschlossen. Die Strassen von „Piazza“ laufen an der schönen Piazza Maggiore zusammen, die Arkaden und schöne Gebäude zu Gast hat: Das Bressani-Haus (13. Jahrhundert), den Palast des Gouverneurs, die Präfektur, das Rathaus, die Kirche und das Jesuitenkollegium im Barockstil. Die Jesuitenkirche, die „La Missione“ genannt  wird, wurde von Boetto im 17. Jahrhundert gebaut und von Pozzo in der inneren Seite gemalt. Der Künstler bewies seine Bravour als Meister der Perspektive, die später in den Meisterwerken von Rom und Wien bestätigt wurde.

Der Palast Fauzone di Germagnano in Piazza Maggiore beherbergt das Keramik-Museum, ein modernes multimediales Museum dessen schön restaurierten Säle einen wunderbaren Blick über den Platz, die Seealpen, die Ebene und die Hügel der Langhe Monregalesi bieten. In Via della Misericordia findet außerdem der Besucher das Städtische Druckmuseum, die wichtigste Sammlung von Druckmaschinen in Italien.

In Richtung Norden kann man den Bischofspalast erreichen (derzeit geschlossen), der Universitätssitz zwischen 1556 und dem 18. Jahrhundert war. Merkwürdig sind der Diplomsaal und der Wandteppichssaal. Die Wandteppiche wurden von F. van den Hecke auf Kartons von Rubens  1619 gewebt. Nicht weit sind die Kathedrale von San Donato, aus dem 18. Jahrhundert, vom Architekten Gallo aus Mondovì, und  der Belvederegarten, wo man ein wunderbares vom Turm beherrschtes Panorama genießen kann. Außerdem bietet Piazza die Synagoge aus dem 18. Jahrhundert und die Kirche der Misericordia, ein anderes Beispiel der jugendlichen Bravour von Gallo.

Im Stadtviertel Breo, dem heutigen Sitz des Rathauses und wirtschaftlichen Zentrum, kann man die Kirche von San Pietro e Paolo bewundern. Ihre Barockfassade beherbergt den „Moro“, einen kuriosen Automat, der sich vom Thron erhebt, um die Stunden zu schlagen. Er ist auch die Hauptfigur des Karnevals von Mondovì. Merkwürdig sind noch die herrschaftlichen Paläste und die imposante Barockkirche von San Filippo, die von Gallo geplant und zwischen 1734 und 1757 gebaut wurde.

Auf der Strasse nach Vicoforte ist die kleine Kapelle von Santa Croce merkwürdig mit einem wunderschönen Malzyklus von Antonio di Monteregale, der zwischen 1450 und 1460 bemalt wurde, und der  von Jacquerio beeinflusst wurde.

In der Altstadt kann man von günstigen Einkaufmöglichkeiten profitieren: Nicht zu versäumen sind die typischen Keramiken mit dem Zeichen des Hahnes, echten Symbols der Stadt.

 

Fremdenverkehrsverein von Mondovì
Piazza Maggiore, 1– 12084 Mondovì
Tel. +39.0174.330358
e-mail turistico@comune.mondovi.cn.it