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Die Wege des Glaubens

Nach dem Jahr 1000 fingen die Europäer an zu pilgern. Santiago de Compostela, Rom und Jerusalem waren die wichtigsten Wallfahrtsziele. Von den Hauptwegen aus zweigten sich aber viele Andere mit einer ganzen Reihe von Pfarreien, Klostern und Hospizen ab.

Der Wanderstab und der Quersack waren die typischen Gegenstände der wahren Hauptfigur des Mittelalters: Der Pilger war der arme Christ, der nichts besaß, der aber an Glauben und Barmherzigkeit sehr reich war.

Nach den Pässen der Seealpen (Maddalena, Finestre, Tenda) fuhren die Pilgern, die aus Provence kamen, nach Borgo San Dalmazzo, und danach erreichten sie, durch verschiedene Wege entlang der Flüsse Tanaro und Stura, Asti. Die Stadt war an der Straße Via Francigena von Moncenisio gelegen: im Gebiet von Cuneo stellte dieser Weg eine südliche Umleitung der Straße nach Rom dar, eine Umleitung, die aber noch nicht sehr bekannt war.

Ein ganzes Netz von Hospizen, die von den wichtigsten Klostern abhängig waren, führte die Pilger durch die weite Provinz, dagegen konnten sie vom Maddalenapass die Giacobee Straßen erreichen, die den Süden Frankreichs mit Santiago de Compostela verbanden.

Wer Rom oder das Heilige Land über Ligurien erreichen wollte, hatte die Möglichkeit die Schritte des Heiligen Franziskus und die Straße Via Langarum zu verfolgen, die von Savona über Cairo Montenotte, Cortemilia und Alba nach Asti führte. Die ligurische Stadt konnte man auch von Borgo S. Dalmazzo über Ferraia, Vicoforte und Mondovì erreichen.

Im 16. Jahrhundert zeigten die Pilger wenig Interesse an den bekannten Wallfahrtszielen und besuchten lieber die lokalen Wallfahrtskirchen, die immer wichtiger wurden.

Es handelt sich um zahlreiche alte Wege des Glaubens, die man heute während der Fahrt nach Rom wieder entdecken kann. Es handelt sich um interessante Umleitungen, die die Gelegenheit eines Besuches des Gebietes von Cuneo bieten, eines Besuches, der zum Wohlsein des Geistes und zur Wiederentdeckung von vergessenen Schätzen beitragen wird.