Maira-Tal

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Ph. F. Voglino - Ciciu del Villar
Ph. T. Aimar - Elva, Hans Clemer Fresken (Detail)
Acceglio - Maira Quellen

Das Maira-Tal ist eine stille und traditionell zurückhaltende Gemeinschaft, die den Touristen Anlass bietet, eine unberührte alpine Natur zu entdecken. Das Tal, das vom Bach Maira durchgequert wird, ist am Anfang, mit Schluchten und engen Durchgängen, ganz eng und wird dagegen im oberen Teil, mit weiten Mulden, breiter. Dort genießt man einen wunderschönen Überblick über die höchsten Gipfel der Kottischen Alpen.

Indem man durch das Tal fährt, wird man die provenzalischen Überlieferungen und die Sprache, die Läden wo das Holz geschnitzt wird, die Käsereien und die Pferdzuchten der Rasse Merens entdecken.

Im flachen Teil des Tales muss man unbedingt Villar S. Costanzo besuchen, wo die vor 15tausend Jahren angefangene Bodenerosion, einzigartige geologische Pilzförmige Phänomene - die Ciciu heißen - verursacht hat, die in einem weiten Naturschutzgebiet verstreut sind. In der Gegend ist auch die Abtei von Villar, die einige Fresken aus dem 15. Jahrhundert und eine Krypta aus dem 11. Jahrhundert beherbergt.

Indem man talaufwärts steigt, kommt man zunächst nach Dronero, die heitere Hauptstadt des Tals mit der mittelalterlichen Teufelsbrücke, und später trifft man in den Kapellen und in den Kirchen auf mehrere mittelalterliche Kunstschätze: am schönsten sind die Kirchen San Salvatore in Macra, San Sebastiano in Celle Macra und San Peyre in Stroppo. Die Pfarrkirche von Elva, deren Apsis vom flämischen Künstler Hans Clemer, am Anfang des 16. Jahrhunderts völlig mit Fresken bemalt wurde, ist ein echtes Meisterwerk.

Acceglio ist das letzte Dorf im Tal und seine Umgebung, an der Grenze zu Frankreich, ist von einer Vielzahl von Wegen durch herrliche Landschaften durchquert, die bei den Wanderern sehr beliebt sind. Im Gebiet erheben sich die Massive Croce Provenzale (2.402 m) und Rocca Castello (2.451 m), die spannende Möglichkeiten zum Klettern bieten. Sie können aus dem Dorf Chiappera erreicht werden.

Die Gemeinden von Marmora und Canosio verdienen einen Umweg; sie loben  wahre Schmucke der ländlichen Kunst und Architektur. Von Canosio kann man die Hochebene Gardetta, die im Jahr 2011 Geologische Italienische Erbe anerkannt wurde, und die spektakuläre Wände von Rocca La Meja, erreichen.

Die Liebhaber der okzitanischen Kultur finden in „Espaci Occitan“, in Dronero, die erste kulturelle Einrichtung, die Okzitanien in Italien gewidmet ist.

In Roccabruna, um den Gipfel des Berges Rocceré (auf einer Höhe von 1.800-2.000 m) kann man Tausende wahrscheinlich als Sühneopfer vom Menschen eingravierte Cup-Markierungen aus der Bronzezeit (2.200-900 v.Chr.) bewundern. Die Markierungen bestehen aus abgerundeten Vertiefungen von einigen Zentimetern (5 bis 20 cm) Tiefe. (Weitere Auskünfte und Bilder unter www.roccere.it). 

Dem Tourist werden auch zahllose Sportmöglichkeiten angeboten: Reiten, Bogenschießen, Angeln, Paraglider, Drachen, Alpinistik, Mountainbike, Wandern, Klettergarten, Paddelboot. Die Beschreibung eines Rundgangs durch das Maira-Tal findet man auf der Internetseite www.percorsioccitani.it.

Es handelt sich also um ein Tal, dessen diskreter Reiz völlig zu entdecken ist.

Wege zum Tal

Mit dem Auto: Autobahn A6 Turin-Savona – Ausfahrt Marene, danach in Richtung Saluzzo und Busca fahren. Von hier erreicht man Dronero. Vom Tendapass:  in Richtung Borgo S. Dalmazzo  - Caraglio – Dronero fahren.

Messen und Veranstaltungen
• Dronero – Sardellenfest – Juni
• Macra - Messe des heiligen Marcelins- April
• Roccabruna - Kastanienmesse und Messe der Tal - Oktober
• San Damiano Macra - Herbstfest – Ende Oktober

Verkehrsverein
Piazza XX Settembre n. 3
12025 DRONERO
Tel +39 0171 917080 - FAX +39 0171 909784
iatvallemaira@virgilio.it
www.valligranaemaira.it

Saisonverkehrsvereine:
Borgo Villa – Acceglio –
Tel./Fax +39 0171 99424
info.acceglio@tiscali.it